Der deutsche Filmpreis, auch Bundesfilmpreis genannt, darf als der renommierteste Filmpreis der deutschen Filmbranche bezeichnet werden. Sein Preisgeld beträgt knapp drei Millionen Euro und stellt somit den höchst dotierten Kulturpreis Deutschlands dar.
Lola, der neue deutsche Filmpreis
Vergeben wird der deutsche Filmpreis seit 1951, seine moderne Erscheinung in Form einer Art-Déco Frauensilhouette, die von einem Filmband umhüllt wird, besitzt er seit 1999. Seit diesem Zeitpunkt trägt die Trophäe auch den Namen Lola, angelehnt an Marlene Dietrichs Rolle aus “Der blaue Engel”, Tom Tykwers Film “Lola rennt” und Rainer Werner Fassbinders gleichnamigen Film. Vergeben wird der Preis durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Seit 2010 findet die Verleihung im Berliner Friedrichstadtpalast statt.
Der deutsche Oscar
Nach dem Vorbild des bekanntesten und berühmtesten Filmpreis der Welt, dem Oscar, wurde 2003 die deutsche Filmakademie gegründet. Diese ersetzte 2005 die bisherige Auswahlkommission, die neben Filmschaffenden noch aus Vertretern aus Kirche und Politik bestand. Die Filmakademie umfasst aktuell 1200 Mitglieder, die in einer ersten Auswahlrunde anhand von Vorschlägen die Nominierungen für die 17 Kategorien ermitteln. Ein zweiter Wahlgang bestimmt anschließend die Gewinner. Es werden dabei nur Filme berücksichtigt, die am Tag der Nominierung bereits im Kino gestartet sind.
Rekordhalter ist seit 2010 der Film “Das weiße Band”, der auf dreizehn Nominierungen und zehn Auszeichnungen kam. Vorheriger Rekordhalter war “Das Leben der Anderen” mit elf Nominierungen und sieben Auszeichnungen. Weitere bekannte Preisträger waren “Das Experiment” oder “Good Bye, Lenin!”. Die erfolgreichsten Schauspieler waren bislang Hanna Schygulla und Götz George mit je vier Auszeichnungen.