Das Kernstück des Heimkinos
Beamer (Videoprojektoren) sind das wesentliche Kernstück eines jeden Heimkinos, bei dem das Bild möglichst groß sein soll. Zwar wären Fernsehgeräte mit einer Diagonale jenseits der 50 Zoll eine mögliche Alternative dazu, allerdings sind diese oftmals sehr hochpreisig und die Auswahl ist begrenzt. Das Angebot an Beamern, mit denen sich Bilddiagonalen von etwa 2 bis 3 Metern erzielen lassen, ist hingegen deutlich besser.
Verschiedene Technologien
Eine weit verbreitete Technologie sind LCD-Projektoren. Hierbei ist für die Grundfarben Rot, Grün und Blau jeweils ein eigenes Flüssigkristall-Panel vorhanden, welches von einer Lampe durchleuchtet wird und schließlich aus den zusammengesetzten Farben das Bild generiert wird. Einige Modelle von Sharp verwenden Gelb als vierte Grundfarbe, was die Farbdarstellung weiter verbessern soll. Ein möglicher Nachteil ist, dass dunkle Stellen selbst in verdunkelten Räumen nicht ganz schwarz erscheinen, was aber bei neueren Modellen laufend verbessert wird.
Sehr verbreitet sind auch DLP-Beamer (Digital Light Processing), welche auf der Basis zahlreicher kleiner, verschiebbarer Spiegel ein Bild erzeugen und gegenüber LCD den Vorteil haben, dass eine mögliche Rasterstruktur im Bild völlig wegfällt und generell eine eher höhere Qualität möglich ist. Zur Darstellung eines farbigen Bildes ist ein sich schnell drehendes Farbrad nötig, mit dem Nachteil, dass von manchen Menschen ein sogenannter Regenbogeneffekt wahrgenommen werden kann. Bei 3-Chip-Modellen fällt dies weg, diese sind jedoch wesentlich teurer und somit für den Heimkinobereich kaum interessant.
Eher im Auslaufen begriffen sind Röhren-Projektoren, welche zwar ein hochwertiges und natürlich wirkendes Bild darstellen können, aber eher schwierig zu installieren und lichtschwach sind. Sie können auch nur analog angesteuert werden, also nicht über die etablierte HDMI-Schnittstelle. Diese haben auch keine genau definierte Auflösung, während diese ansonsten selbst bei preiswerten Beamern meist bei 1920 mal 1080 Bildpunkten liegt (Full HD), idealerweise mit einem 1080p24-Modus für Kinofilme.
Projektionsflächen für Beamer
Für eine optimale Bilddarstellung sollte auf eine weiße und auf jeden Fall matte und möglichst glatte Fläche projiziert werden, am besten mit schwarzem Rand. Am einfachsten gelingt dies mit fest installierten Rahmenleinwänden, oder Projektionsflächen, die in eine Zimmerwand integriert sind. Soll diese nicht ständig sichtbar sein, so bieten sich Roll-Leinwände, mit oder ohne Motor, als Alternative an.